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Beatles, The

History of Beatles Antology
Teil Eins (DVD Disc 1)
1940 –  März 1963

John, Paul, George und Ringo erinnern sich an die frühe Kindheit im vom Krieg gebeutelten Liverpool, an ihre Familien und daran, wie die Geburt des Rock and Roll ihre Ziele veränderte. Die ersten musikalischen Einflüsse werden heraufbeschworen, von Skiffle und Blues bis zur Ankunft von Elvis, der ihnen wie ein Messias erschien.

John und Paul erinnern sich, wie sie sich das erste Mal beim Woolton Kirchenfest begegneten und Paul erzählt, wie sie George in die Band holten, weil er auf dem Oberdeck eines Nachtbusses perfekt spielte, ohne eine Note zu verhauen. Es wird auch von den persönlichen Eifersüchteleien und musikalischen Frustrationen berichtet, die durch das neue Mitglied Stuart Sutcliffe ausgelöst wurden...

Mit Pete Best ist die Band komplett und geht nach Hamburg. John, Paul und George erinnern an die Aufputschmittel und an Freundschaften mit den Stripperinnen, an Konzerte, die den halben Tag dauerten, an die Ausweisung von George, der noch zu jung war, und an Pauls Erlebnis im deutschen Gefängnis, wo er nach einem dummen Streich gelandet war.

Zurück in Liverpool: Die Tage im The Cavern, die Begegnung mit Brian Epstein, der den Beatles mit Anzügen statt Lederklamotten ein neues Styling verpasst, und wie sie gegen lautstarken und handfesten Protest Pete Best zu Gunsten von Ringo aus der Band werfen. Das erste Vorspielen – eine Pleite – die Begegnung mit George Martin, der erste Charterfolg mit „Love Me Do“ und wie sie mit Liverpooler sturem Stolz und künstlerischem Grips der damaligen Unterhaltungsmusik, Tin Pan Alley genannt, ein Schnippchen schlagen und mit einem eigenen Song die Nummer eins erreichen: „Please Please Me“.


Teil Zwei (DVD Disc 1)
März 1963 – Februar 1964

Mit dem Erfolg von „Please Please Me“ stellt sich der sofortige Ruhm für die Beatles ein: Fans belagern ihre Häuser in Liverpool und die Fab Four absolvieren umjubelte Tourneen als Support für Helen Shapiro und als Gäste von Roy Orbison.

Die Band erinnert, wie sie ihr erstes Album an einem Tag aufnahmen und wie sie im Tourbus „Pretty Woman“ hörten und beschlossen, mindestens ebenso gute Songs zu schreiben. Die nationale Presse, unter ihnen Derek Taylor, wurde nun auf die Band aufmerksam. Doch trotz ihres Erfolgs mussten sie oftmals hinten im Bus schlafen, und in einer Nacht war es so kalt, dass sie sich wie ein „Beatle-Sandwich“ alle vier aneinander kuschelten.

„From Me To You“ und „She Loves You“ sind ebenfalls sehr erfolgreich – die Liverpooler fahren nach London, kommen ins nationale Fernsehen. Plötzlich kommt jeden Tag etwas über sie in den Nachrichten, sie dominieren die Charts und erobern The Royal Variety Performance. Mit der Geburt der Beatlemania ändern sich auch die Freunde der Musiker.

Der Ruf der Beatles breitet sich in Europa aus und sie nehmen ihr zweites Album auf: „With The Beatles“, das den von Elvis Presley aufgestellten Rekord für Vorverkaufszahlen bricht. Die frühen Singles kommen in den U.S.A. nicht so gut an und die Beatles fürchten schon, ohne Hit in die Staaten zu reisen, als sie ein Telegramm in Paris erreicht: „I Want To Hold Your Hand“ auf Platz eins in den U.S.A.

Die Beatles fliegen nach New York – mitten „in das Unbekannte“, wie Neil Aspinall betont, und werden völlig unerwartet von hysterischen Fans begrüßt. Johns Kommentar: „Wir wussten, wir würden sie vom Teppich fegen.“

Teil Drei (DVD Disc 2)
Februar 1964 – Juli 1964

Obwohl sie von Capitol Records mit einem Budget von $70.000 ausgestattet sind, die Titel von Time und Newsweek zieren und für die Ed Sullivan Show gebucht werden, sind die Beatles doch erstaunt über das Ausmaß der Begeisterung, die sie in den U.S.A. entfacht haben. „Wir waren überrascht“, erinnert George, „Wir hatten erwartet, für solche Berühmtheit noch etwas arbeiten zu müssen.“

Mit dem für sie typischen Witz wehren sie die Presse ab und stürzen sich in das amerikanische Leben: sie rufen mit Wunschtiteln bei den Radiosendern an, schließen Freundschaft mit dem berühmten Radio-DJ und Entertainer Murray The K, genießen das Nachtleben und berichten nach Hause: „Es ist absolut wild, die scheinen hier alle von Sinnen zu sein.“

Während die Beatles zu Gast bei der Ed Sullivan Show sind, explodiert die Kriminalitätsrate in den Staaten: die Leute sitzen alle vor dem Fernseher. Mit dem Zug fahren sie von New York nach Washington, wo ihr erstes Konzert stattfindet und das wilde Leben so richtig losgeht.

Hinter der Bühne überschlagen sich die Dinge: In der Britischen Botschaft werden sie als Britanniens größter Exportschlager gerühmt, aber dort auch von einer aufgebrachten Menge beschimpft und „irgendein Scheißkerl hat Ringos Haare geschnitten“. In der Sonne von Miami findet die Band etwas Ruhe, bevor es zum zweiten Auftritt in der Ed Sullivan Show kommt.

Bei ihrer Rückkehr nach London werden die Beatles von bislang nicht erlebten Aufständen begrüßt. Sie versuchen sich mit anderen Projekten: John schreibt „In His Own Write“, Derek Taylor schreibt als Ghostwriter für Brian die Autobiographie und wird dann zum Pressesprecher der Beatles, und die Band dreht ihren ersten Spielfilm: „A Hard Day’s Night“.

Die Beatles starten auf ihre erste Welttournee, doch Ringo wird krank und muss daheim bleiben – zur großen Verunsicherung der übrigen Musiker. Jimmy Nichol springt ein, bis Ringo in Australien wieder übernehmen kann. Dort belagern 300.000 Fans das Hotel der Band.

Zurück in Großbritannien für die Premiere von „A Hard Day’s Night“. Neben der Musik der Beatles hat nun auch ihr Humor die Welt erobert. Wo auch immer sie auftreten, breitet sich
Hysterie aus, fallen junge Mädchen in Ohnmacht, werden sie von Polizei eskortiert und von Kamerateams verfolgt und in ihrer Heimatstadt Liverpool wird den berühmtesten Söhnen der Stadt bei ihrer Rückkehr von 200.000 Bürgern der Empfang bereitet.

Teil Vier (DVD Disc 2)
August 1964 – August 1965

Während die Beatles sich für ihre zweite Tour durch die U.S.A. vorbereiten, artet die Hysterie ins Uferlose aus. Anstelle von normalen Limousinen müssen die Musiker nun in Panzerglaswagen fahren und Köderfahrzeuge vorschicken. John kommentiert das Problem der Beatles, die nun weniger Musiker denn Stars sind: „Wir haben keine Zeit mehr zum Proben, alles was wir einstudieren ist unser Lächeln.“ 

Mit der Aufmerksamkeit wächst natürlich auch der Druck. Die schnell gespielten 30-minütigen Sets kann die Band schon nicht mehr hören. Eines Nachts begegnen sie in New York Bob Dylan und sie rauchen Marihuana. Paul dazu: „In jener Nacht dachte ich, ich hätte den Sinn des Lebens erfasst.“

Das Leben wird für die Musiker durch den großen Ruhm immer eingeschränkter; Morddrohungen erreichen die Künstler, Ringo bekommt auf der Bühne einen bewaffneten Bodyguard, Nervosität breitet sich aus. Jeden Tag unterwegs ohne Pause; die Beatles beschweren sich über den ewigen Strom an Menschen, die von ihnen einen Gefallen erbitten. Derek erinnert sich: „Es tauchten plötzlich eine ganze Menge Verrückte mit Rollstühlen auf.“

32 Konzerte in 34 Tagen, und nach ihrer Rückkehr aus den Staaten beginnt sogleich die UK-Tour. John erfindet versehentlich das Feedback, doch das fällt gar nicht auf – das Kreischen der Fans übertönt alles.

Eine kleine Pause haben die Künstler während der Vorbereitungen für ihren zweiten Film, „Help!“ Sie nutzen den Ruhm weidlich aus, bauen Szenen in Drehorten ein, die sie gerne mal sehen wollen: auf den Bahamas etwa oder Skifahren in Österreich. Marihuana wird regelmäßig konsumiert. John fasst zusammen: „In der Zwischenzeit rauchten wir schon zum Frühstück ... und keiner konnte mit uns reden, wir waren nur vier Jungs mit glasigen Blicken, die die ganze Zeit kicherten.“

Musikalisch erreichen die Beatles einen neuen Höhepunkt. In dem Song „Help!“ bringt John seine persönliche Situation zu Papier und Paul wacht eines Morgens mit einer Melodie auf, die er sofort aufnimmt: „Yesterday“, das erste Soloprojekt eines Beatle.

Die Beatles erhalten die wichtigste Auszeichnung, die Großbritannien zu verleihen hat, den MBE, was die Öffentlichkeit spaltet. Buckingham Palace, wo die Verleihung stattfindet, wird von Fans belagert und die nervösen Beatles rauchen heimlich eine Zigarette auf der königlichen Toilette.

Weitere Ehrungen der ganz anderen Art erwarten die Beatles jenseits des Atlantiks: Sie spielen im Shea Stadion das bis dato größte Konzert in der Geschichte des Rock and Roll.


Teil Fünf (DVD Disc 3)
August 1965 – Juli 1966

Wieder einmal setzen die Beatles Maßstäbe. Während andere Bands in Kinosälen spielen, treten die Beatles im Shea Stadion vor 56.000 Zuschauern auf – ein Weltrekord.

Obwohl sie extra die bisherigen 30 Watt Verstärker gegen 100 Watt Amps eingetauscht haben, geht doch jede Melodie im Kreischen der Fans unter – ebenfalls ein Weltrekord, und die Show ist trotz allem ein Triumph.

In Los Angeles besuchen die Beatles ihren großen Helden, Elvis Presley. Danach geht es erneut auf Tour, und das Leben auf und hinter der Bühne wird immer wilder. George kommentiert: „Die ganze Welt nahm uns als Ausrede um durchzudrehen, und dann machten sie uns  dafür verantwortlich.“

Die Hysterie breitet sich weiter aus, was für die Musiker zu frustrierenden Erlebnissen während der Konzerte führt – aber dafür toben sie sich im Studio musikalisch aus. Durch „Rubber Soul“ von 1965 und „Revolver“ von 1966 erfährt der Sound des Pop einen radikalen Wandel.

George schreibt mehr und mehr eigene Songs und wendet sich den Einflüssen Indiens zu, während John und Paul in einer kreativen Glücksphase immer neue Songs für die Beatles schreiben, „Tomorrow Never Knows“ etwa oder „Eleanor Rigby“. Die Anfragen für Fernsehauftritte sind gar nicht alle mehr einzuhalten, also kreieren die Beatles das Popvideo, indem sie Promofilme für „Rain“ und „Paperback Writer“ aufnehmen. „Eigentlich“, so George, „haben wir MTV erfunden.“

Neben der Musik nehmen Experimente anderer Art ihren Lauf: ein Zahnarzt macht George und John auf LSD aufmerksam. John: „Er tat es einfach in unseren Kaffee und sagte: ‚Ihr solltet jetzt besser nicht weggehen‘“.

Fast ebenso ausgeflippt ist für die Beatles die erste Tour durch Japan. Gebucht sind sie für das Budokan Kampfkunstcenter, doch die konservativen Kräfte des Landes wehren sich gegen den Auftritt und die äußerst effiziente Polizei hält die Band einfach im Hotel auf – quasi gefangen. Während des dann doch stattfindenden Konzerts photographieren Polizisten jeden Fan, der nicht sitzen bleibt. George fand die Konzerte „ganz nett, aber relativ antiseptisch“.

Die nun folgende Reise nach Manila sollte sich als weniger nett erweisen.

Teil Sechs (DVD Disc 3)
Juli 1966 – Juni 1967

Der Flug nach Manila auf den Philippinen entpuppt sich für die Beatles als Alptraum, denn hier ist die Kontrolle verloren. Am Flughafen herrschen bereits chaotische Zustände und bei dem Konzert erscheinen anstelle der erwarteten 20.000 Fans über 100.000.

Die Probleme beginnen aber erst, als die Beatles sich an einem der wenigen freien Tage weigern, Präsidentin Imelda Marcos in einem ihrer Paläste zu besuchen. Die vom Staat kontrollierte Presse reagiert wütend, die Beatles werden nun öffentlich verschmäht. „Wir waren ganz verdattert, sahen uns selbst im Fernsehen, wie wir nicht zum Präsidentenpalast fuhren“, erinnert sich George.

Auch der Abflug ist von dem verletzten Stolz der Filipinos gekennzeichnet: Die Band muss sogar ihr Gepäck selbst tragen. John: „Es hieß‚ ‚wie normale Passagiere behandeln‘, aber normale Passagiere werden nicht getreten, oder?“ 

Die Beatles kehren nach Hause zurück und schwören, nie wieder in solch verrückte Länder zu fahren. Doch die anstehende Tour durch Nordamerika ist ebenfalls von öffentlichen Kontroversen begleitet: Religiöse Fanatiker üben den Aufstand, weil John behauptet hatte, die Beatles seien „größer als Jesus“.

John entschuldigt sich zwar und versucht zu erklären, doch das Feuer lässt sich nicht mehr löschen. DJs organisieren große Lagerfeuer, bei denen die Platten der Beatles verbrannt werden und der Ku-Klux-Klan erklärt öffentlich, die Beatles-Konzerte „mit allen Mitteln“ verhindern zu wollen.

Das Shea Stadium ist diesmal nicht vollends ausverkauft, woraufhin die amerikanische Presse das Ende der Band vorhersagt. Die Band ist müde und erschöpft und beschließt ein Ende der Konzertreise. „Als wir im Candlestick Park waren, merkten wir, dass das alles keinen Spaß mehr machte“, sagt Paul. „Der einzige Ort, wo wir uns entwickeln konnten, war im Studio. Da konnten wir uns wenigstens hören!“

Nach stillschweigender Beendigung der Tour gehen die Musiker eigene Wege. John dreht in Spanien mit Ringos Hilfe „How I Won The War“. George fliegt nach Indien, lernt dort Yoga und Sitarspiel. Paul schreibt die Filmmusik zu „The Family Way“.

Natürlich vermutet die Presse ein Auseinanderbrechen der Band. Als Antwort kommt die Band im Studio zusammen, wo während der Arbeiten für ein neues Album „Strawberry Fields Forever“ und „Penny Lane“ entstehen. Die Doppel-A-Seiten-Single schafft es jedoch nicht an die Spitze der britischen Charts und die Presse lanciert sofort das Gerücht: „Die Beatles sind fertig“.

Doch die Beatles lassen sich nicht aus der Ruhe bringen. Sie nehmen weiter in den Abbey Road Studios auf und erfinden sich in dieser Zeit neu als „Sgt Pepper‘s Lonely Hearts Club Band“ – was den Sound des Rock and Roll unwiederbringlich verändern sollte.

Die Veröffentlichung des Albums versetzt die Welt in Erstaunen und in Euphorie. Für George Martin ist das Album „der Inbegriff der Swinging Sixties.“

Die BBC weigert sich, „A Day In The Life“ zu spielen und über den Text beginnt eine öffentliche Diskussion über den Drogenkonsum der Band. Zumal Paul, als er zur Rede gestellt wird, erstmals zugibt, LSD probiert zu haben.

Und trotz seiner Warnung „Ja, ich habe es probiert, aber wenn ihr fürchtet, diese Aussage könnte die Leute verführen, dann verschweigt es doch einfach“ publiziert die Presse dieses Statement.


Teil Sieben (DVD Disc 4)
Juni 1967 – Juli 1968

Eine weitere Neuheit für die Beatles: ein weltweites Publikum von bis zu 400 Millionen Menschen sieht via Satellitenübertragung, wie die Beatles die Hymne „All You Need Is Love“ anstimmen. „Wir dachten, wir singen es als eine kleine PR-Hilfe für Gott“, sagt George.

Der Summer of Love ist in vollem Gange, aber George wird sich bei einem Besuch der Haight-Ashbury in San Francisco plötzlich über die Schattenseiten des Drogenkonsums klar: „Das war keine spirituelle Erfahrung, das war wie die Bowery in New York, eine Gosse voller Alkoholiker.“ George nimmt fortan kein LSD mehr.

Statt Gehirnwäsche wenden die Beatles sich nun der Meditation zu, lernen von Yogi Maharishi Mahesh und besuchen seine Wochenendseminare in Wales. „Das war wie ein Sommerzeltlager“, erinnert Paul.

Während sie in Wales sind, erfahren sie vom frühen Tod Brian Epsteins (32). Die Musiker sind erschüttert und wie betäubt. „Ich ahnte, dass wir nun eine Menge Ärger haben würden,“ sagt John, „Ich hatte Angst. Ich dachte, die Sache wäre nun gelaufen.“

Verunsichert und orientierungslos gründen die Beatles Apple, ihre eigene Firma – und sie drehen „Magical Mystery Tour“. „Es war uns klar“, so Paul, „dass dies kein normaler Film würde“.

Der Farbfilm wurde von BBC zu Weihnachten in schwarzweiß ausgestrahlt  und von den Kritikern verrissen, obwohl er später zum Kultklassiker wird.

Die Beatles veröffentlichen „Hello Goodbye“ und eröffnen The Apple Boutique in London, dann fliegen sie nach Rishikesh um mit Maharishi zu meditieren und „Tonnen von Songs zu schreiben."

Nach ihrer Rückkehr wird Derek Taylor zum Kopf der Öffentlichkeitsarbeit bei Apple ernannt, die Firma selbst setzt sich zum Ziel, aufstrebenden Künstlern unter die Arme zu greifen. „John meinte, Apple sei wie ein Kreisel: Man dreht ihn an und guckt, wohin er geht. Und so war es auch“ sagt Neil.

Nach einer Anzeigenkampagne geht eine Flut von Gedichten, Büchern und Drehbüchern ein, aber nur sehr wenige Bands melden sich. Zu den Veröffentlichungen auf Apple zählen Alben von James Taylor, Mary Hopkins, Badfinger, John Tavener, Hot Chocolate, The Modern Jazz Quartet, Ravi Shankar und Jackie Lomax.

Die Absichten sind zwar gut, doch wie der Weg zum ‚Hafen für Künstler‘ gestaltet sein soll, darüber ist man nicht einig. „Wir hatten viele gute Ideen, aber letztlich waren wir eigentlich nur erfolgreich als Beatles“, sagt George. 

Die Beatles in Comicversion feiern die Premiere von „Yellow Sunmarine“ mit einem Erfolg, der an die Massenhysterie von 1964 erinnert.

Die öffentliche Aufmerksamkeit richtet sich ganz auf John als dieser seine neue Partnerin bekannt macht: Yoko Ono.


Teil Acht (DVD Disc 4)
Juli 1968 - Ende

Während der Aufnahmen zum Album „The Beatles“, besser bekannt als das „White Album“, steigen die Spannungen. Ringo verlässt die Band, weil er sich nicht genug beachtet fühlt und mit den Drumparts nicht zufrieden ist. Es gelingt den anderen jedoch, ihm zuzureden und ihn zurückzuholen. Die Band erreicht einen weiteren kreativen Höhepunkt, Kompositionen und Einspielungen folgen Schlag auf Schlag.

Das Ergebnis ist ein Doppelalbum, das bislang längste, was in der Öffentlichkeit breit diskutiert wird. Paul sinniert: „Einer der Gründe, warum das Album so cool ist, ist eben, weil darauf so viele verschiedenartige Stücke sind. Manche sagten ja, es seien zu viele Songs, aber das Album ist toll. Es verkaufte sich gut. Ich meine – es ist verdammt noch mal das Weiße Album der Beatles – wer will da was zu meckern haben?“

In der Zwischenzeit wurde die Apple-Boutique geschlossen, die Waren wurden verschleudert und böse Zungen spekulierten wiederum über die Zukunft der Band. Wiederum reagieren die Beatles, indem sie ihre musikalischen Muskeln spielen lassen: Im ersten Fernsehauftritt seit einem Jahr spielen sie ihre neue Single, „Hey Jude“.

„Hey Jude“ und „Revolution“ sind ein Riesenerfolg, doch die Band beginnt, auseinander zu brechen. Die Beatles gehen ein neues Projekt ein in der Hoffnung, so den Zusammenhalt zu gewährleisten: Das Making-Of des neuen Albums und ein eventuell folgender Live-Auftritt sollen von Kameras begleitet werden. Doch die Twickenham Studios, in denen die Dreharbeiten und die Aufnahmen vonstatten gehen sollen, sind alles andere als förderlich für die Kreativität; die Mitglieder streiten sich, zeitweilig verlässt George die Band.

Um die Probleme zu lösen, verlassen die Beatles Twickenham und treffen sich in ihrem Hauptquartier in der Saville Row. Die Atmosphäre ist sogleich ruhiger und fruchtbarer, zumal mit Billy Preston ein Gast-Keyboarder eingeladen ist. George: „Es ist schon faszinierend wie nett die Leute sich plötzlich benehmen, wenn ein Gast dabei ist.“

Für das Konzert werden die verschiedensten Orte vorgeschlagen – darunter ein Schiff, Griechenland, das Roundhouse – bis man sich schließlich auf Saville Row einigt. Paul: “Jemand schlug vor, oben auf dem Dach zu spielen. Danach könnte jeder dann nach Hause gehen.“

Das berühmt gewordene Konzert vom Dach spaltet wieder einmal die Öffentlichkeit: Geschäftsleute beschweren sich, die Polizei versucht, das Konzert zu beenden.

Zur Hochzeit von Paul und Linda breitet sich in London ebenfalls Hysterie aus. Am gleichen Tag wird George wegen Besitz von Cannabis verhaftet. Wenige Tage später heiraten John und Yoko in Gibraltar und beginnen dann in Amsterdam ihr legendäres Bed-In für den Frieden.

Derweil läuft das Apple-Büro immer schlechter. Gegen den Willen von Paul übernimmt Allen Klein die Geschäfte der Band. „Erst wollte er 20%. Ich sagte, gebt ihm 15, wir sind ein schließlich eine große Nummer, das wird ihm reichen“, erinnert Paul.

Klein mischt sich zwischen die vier Künstler Paul, John, George und Ringo, und ein Ende scheint unausweichlich. Doch zunächst soll noch ein letztes Album gemacht werden, und mit diesem Ziel kehrt die Harmonie wieder ein. George Martin erinnert: „Es war eine sehr fröhliche Platte. Ich glaube, die Atmosphäre war so gut, weil alle wussten, dass es die letzte Platte sein würde.“

Mit „Abbey Road“, ihrem letzten Album, beenden die Beatles ihre achtjährige Zusammenarbeit und eine unvergleichliche Ära. „Es war wie verzaubert“, sagt Ringo. „So liebevolle, fürsorgliche Momente zwischen vier Menschen... vier Jungs, die sich wirklich liebten... Das war irgendwie sensationell.“


SPECIAL FEATURES (DVD Disc 5)


Erinnerungen – Juni 1994
Paul, George und Ringo verbringen einen glücklichen Sommertag zusammen; sie singen, musizieren, wecken heitere Erinnerungen an geteilte Zimmer, Frisuren, Beatleboots, erste Autos und die Begegnung mit Elvis. Zu den Songs, die sie spielen, gehören „Baby What You Want Me To Do“, „Raunchy“, „Thinking Of Linking“, „Blue Moon Of Kentucky“ und „Ain’t She Sweet“.

Zusammenstellung der Anthology-Alben
Paul, George, Ringo und George Martin bestimmen genau, wie sie die Stücke für die drei Folgen der Anthology-Alben zusammenstellen werden. George Martin spielt das Demo der legendären ersten Aufnahme von „A Day In The Life“ vor.

Zurück zur Abbey Road – Mai 1995
Wieder im Studio 2, erinnern Paul, George, Ringo und George Martin sich an die Aufnahmen von „Golden Slumbers“, „I’m Only Sleeping“ und „Tomorrow Never Knows“, an die Studios in den Sechzigern und die erfinderischen Techniken, die für diese Aufnahmen benutzt wurden.

Die Aufnahmen zu „Free As A Bird“ und „Real Love“
Paul, George, Ringo und Jeff Lynne berichten, wie sie diese zwei neuen Beatles-Stücke mit Johns Originaldemos produzierten, die Yoko ihnen zur Verfügung gestellt hatte. Hier werden auch intime Szenen während der Aufnahmen der Stücke im Studio gezeigt.

Das Produktionsteam
Neil Aspinall, Derek Taylor, Geoff Wonfor, Chips Chipperfield und andere wichtige Mitarbeiter des Anthology Produktionsteams berichten, wie die Serie „The Beatles Anthology“ entstand.

Die Videoaufnahmen zu „Free As A Bird“
Ein faszinierender Hintergrundbericht zum Video „Free As A Bird“, das einen Grammy gewann. Regisseur Joe Pytka erzählt, wie er mit Apple das Konzept entwickelte und erläutert, welche innovativen Techniken für das Video eingesetzt wurden.

Das Video zu „Real Love“
Dieses Video wurde in der Beatles Anthology-Serie nicht gezeigt – hier ist es als Remix im 5.1 Surround Sound zu sehen.

copyright 2001 by EMI Electrola GmbH & Co KG (www.emimusic.de) 


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