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Foo Fighters

Genau in der Sekunde, in der Du die ersten Töne von „All My Life“, dem ersten Track des neuen FOO FIGHTERS Albums „One by One“ hörst, begreifst Du, dass dies das ultimative Werk einer Band ist, die neue Maßstäbe setzen wird – weitab von all den komischen Gitarrenbands mit MCs und DJs, diesen neo-christlich angehauchten Rockbands oder irgendwelchen Boygroups und Girlbands, die für viel Geld Hymnen auf Pepsi oder Burger King singen.

Von dem Tage an, als sich Anfang der neunziger Jahre ein Tape von Dave Grohl’s Band „Late“ wie ein Australisches Buschfeuer verbreitete und sich aus diesem Projekt 1995 die FOO FIGHTERS entwickelten,  bis heute, hat diese Band sehr hart gearbeitet und all die Probleme und Schwierigkeiten, mit denen sie auf ihrem Weg zu kämpfen hatten, haben sie nur stärker gemacht. Schlagzeuger William Goldsmith verließ die Band, nachdem er ein paar wenige klägliche Tracks für das 1997er Album „The Colour & The Shape“ abgeliefert hatte, Gitarrist Pat Smear verkrümelte sich während der Tour zu diesem Album und auch der Wechsel von Capitol zu RCA im Jahr 1999 mit dem Album „There Is Nothing Left To Lose“ hinterließ seine Spuren. Trotzdem: Nach dem Motto ‚Wir haben nichts mehr zu verlieren‘ starteten die FOO FIGHTERS kräftig durch, verwiesen bei den Grammy Awards im Jahr 2000 in der Kategorie „bestes Rock Album“ Creed und Bon Jovi auf die Plätze und überstanden den Beinahe-Ausstieg von Taylor Hawkins im Sommer 2001 mit einem blauen Auge. ‚Was uns nicht umbringt, macht uns nur härter‘, schien die neue Devise zu sein und so gingen Dave Grohl und seine musikalischen Mitstreiter gestärkt und motivierter denn je die Aufnahmen zu „One By One“ an, dem definitiven Meisterwerk ihrer Geschichte.

„One By One“ fasziniert durch eine Stärke, die bislang von keinem ihrer Alben erreicht wurde. Das mag auch an der neuen Besetzung liegen, die mit Chris Shiflett an der Gitarre nun komplett ist – immerhin hat er bereits zwei mal den berüchtigten FOO FIGHTERS Album & Tour Zyklus überstanden und ist immer noch dabei. Oder, wie Taylor Hawkins das Erfolgsrezept aus den Punkt bringt: „Grohl / Mendel / Hawkins / Shiflett – das ist unser definitives Line Up und das bleibt so bestehen, bis die Band sich endgültig auflöst.“

Dass dieses Rezept aufgeht, wie ein guter Hefezopf, beweist das vorliegende Album. Vom bereits erwähnten Opener „All My Life“, über das tighte „Low“, den melodischen Schwüngen von „Have It All“ und „Times Like These“, den fließenden Übergängen zwischen Flüstern und Schreien bei „Disenchanted Lullaby“, der eindringlichen Ballade „Tired“ (randvoll mit wunderschönen, unheilverkündenden Gitarrensounds à la Brian May – eine kleine Homage an Queen) bis zum letzten Track „Come Back“ ist „One By One“ wahrhaft ein Meilenstein: Sowohl, was die Kompositionen an sich angeht, als auch die Art und Weise, wie die vier die Songs in Angriff genommen haben.

„Dieses Album ist anders, als alles, was wir vorher gemacht haben,“ erzählt Grohl. „Aber es trägt trotzdem unsere Handschrift – es ist ein echtes FOO FIGHTERS Original. Auch wenn dieses Album eine Art Aufbruch darstellt, gibt es doch etwas, das es mit den anderen Alben verbindet. Vielleicht ist es unser Gespür für Melodie, unsere Arrangements, oder einfach die Art, wie wir spielen. Ich denke, dass wir uns selbst ständig neuen Herausforderungen stellen, egal, ob die Reise in Richtung Pop geht, oder in Richtung progressivem Rock. Das ist es, was uns Spaß macht – immer in Bewegung bleiben, nie still stehen. Einfach etwas anders machen, als man es bislang gemacht hat.“

„Ich denke auch, dass die Arbeit für uns diesmal anders war,“ fährt er fort. „Wir hatten eine Menge Freiheit, ein Luxus, den nicht jede Band hat. Wenn es mit der Produktion losgeht, sind wir diejenigen, die alle Entscheidungen treffen. Wir nehmen in unserem eigenen Studio auf und veröffentlichen auf unserem eigenen Label. Erst dann geben wir das Produkt aus den Händen und lassen andere ihre Arbeit tun – Vertrieb, Promotion etc..
Für andere Bands ist es sicher schwieriger. Jeder in der Branche hat eine Meinung und jeder will einem reinquatschen – wir wissen, was wir wollen und können es so umsetzen, wie wir es für richtig halten. Wir haben immer das letzte Wort.“

Dank Ihrer Unabhängigkeit entschied die Band „One By One“ in zwei Sessions aufzunehmen. Nach der Hälfte der getanen Arbeit, legte Dave Grohl eine Pause ein und ging mit Queens Of The Stone Age auf Tour (auf ihrem „Songs For The Deaf“- Album spielte er bei fast allen Tracks die Drums ein). Obwohl sich die Bandkollegen etwas Sorgen machten, ob es denn schlau sei, die Aufnahmen zum Album zu unterbrechen, zeigte sich, dass die Entscheidung goldrichtig war. Die kreative Schaffenspause setzte Denkprozesse in Gang, sie gab Zeit und Abstand, um die Songs noch einmal genau zu betrachten.

„Das Lustige an diesem Album ist, dass wir es eigentlich zwei Mal aufgenommen haben“, erinnert sich Hawkins lachend. „Als wir ins Studio zurückkamen, wollten wir eigentlich nur ein paar Ideen verbessern und es endete damit, dass wir zum einen alle Songs neu aufgenommen haben und dass noch neue hinzukamen.“

„Genau dieser Prozess macht das Album so unvergleichlich“, fügt Grohl hinzu. „Wir hatten keine Ahnung, ob es jemals fertig werden würde – bei dieser Art zu arbeiten. Man konnte nicht abschätzen, wann ein Song wirklich fertig war. Er war einfach dann fertig, wenn er sich richtig angefühlt hat. Man arbeitet immer weiter an den Songs und läßt sich in eine Richtung treiben, ohne die leiseste Ahnung zu haben, wohin einen die Reise führen wird. Bei manchen Songs kommt man an – bei anderen wiederum nicht und das sind die, von denen wir uns verabschiedet haben. Die Songs aber, die es auf das Album geschafft haben, sind einfach unglaublich aufregend. Es sind manchmal nur kleine Dinge, die die Spannung ausmachen: Ein Gitarren-Break mitten im Song, zum Beispiel. Eigentlich keine große Sache, bei einem herkömmlichen Arrangement. Aber genau an diesem Punkt des Songs, war es das, was fehlte und was ihn so spannend macht.

„Am Anfang“, erinnert sich Hawkins, „wollten wir alles perfekt machen. Das frißt einen irgendwann auf und man bemüht sich eigentlich mehr um die perfekte Technik, als dass man Spaß hätte. Nate brachte es mal auf den Punkt. Er sagte: „Ihr klingt so furchtbar gehemmt“. Da wußten wir, dass eine Pause für uns alle das Beste ist. Dave machte sich mit Queens auf die Reise und wir anderen beschäftigten uns mit den kleinen Dingen, die man in seinem Leben so tut, wenn man keine Musik macht. Eigentlich war unser Plan, dass wir vielleicht vier oder fünf Stücke neu aufnehmen wollten, wenn wir zurück ins Studio gehen. Als wir dann wieder im Studio in Virginia waren, haben wir innerhalb von zehn Tagen das Schlagzeug, die Rhythmusgitarre, Daves Gitarre und den größten Teil von seinem Gesang aufgenommen. Zurück in Los Angeles haben wir den Bass von Nate und die Gitarre von Chris aufgenommen – das alles in nur drei Wochen.

„Während wir uns beim ersten Studio-Aufenthalt fühlten, wie Wissenschaftler, die in einem Labor herumtüfteln, ging beim zweiten Mal alles ganz einfach und schnell,“ erinnert sich Hawkins. Hinzukommt, dass wir einige großartige neue Songs am Start hatten. „Low“ zum Beispiel ist mein Lieblingssong auf dem Album. Ich danke heute noch Gott dafür, dass wir uns entschlossen haben, eine kleine Pause einzulegen. Danke, lieber Gott, daß Dave mit den Queens auf Tour gehen wollt. Auch wenn wir am Anfang nicht so sehr von der Idee begeistert waren, zeigt es sich doch, dass alles für etwas gut ist. Wenn ich mir jetzt das Album anhöre, bin ich glücklich. Wir hatten sicher sehr mit diesem Album zu kämpfen, aber genau das macht die Energie und die Dichte dieses Album aus.“

Diese Spannung und diese Energie, die in der dreiwöchigen Aufnahmesession entstanden ist, übertrug sich auch auf die Texte. „One By One“ ist seit dem „The Colour & The Shape“ (1997) textlich sicher das brillanteste Album. „Ich hasse es, Texte zu Schreiben“, gibt Grohl zu. „Aber die Texte auf diesem Album liebe ich mehr, als alles andere, was ich jemals geschrieben habe.“

„Manchmal scheinen die Texte direkt aus meinem Kopf auf das Papier zu fliegen und manchmal sitze ich da und überlege, analysiere, überinterpretiere, bis ich gar nicht mehr weiß, was ich eigentlich sagen wollte. Ich habe gar nicht gemerkt, dass es so etwas wie einen roten Faden gibt, der sich durch das komplette Album zieht, bis es fertig war. Auf einmal ergab alles einen Sinn. Es fängt an mit „All My Life“ und endet mit „Come Back“ und in dem ganzen Album geht es eigentlich darum, wie schwer es ist, sich zu verlieben, sich einzulassen und schlußendlich um das wahnsinnig gute Gefühl, wenn man wirklich glücklich verliebt ist. Ich bin so ein unglaublich hoffnungsloser Romantiker – es ist wahr und es ist mir noch nicht mal peinlich!“

„Ich glaube, die düstere, sehnsuchtsvolle Seite von aggressivem Rock ist heutzutage schwer zu transportieren. Aber andererseits kann sich eigentlich jeder in den Texten wiederfinden. Während der Entstehung unseres zweiten Albums hatte ich ziemliche Probleme in meinen Beziehungen und das habe ich in den Texten verarbeitet. Als wir auf Tour waren, kam ein Mann nach der Show auf mich zu und sagte: „Ich danke dir, du hast mir sehr geholfen, meine Scheidung zu überstehen und zu verarbeiten.“ Ich dachte nur ‚wow!‘ Das ist verrückt! Ich war mir noch nicht mal bewußt, dass ich mit meinen Texten eine Art Botschaft aussende. Ich weiß einfach nur, was in meinem Kopf vorgeht und dass es die Musik ergänzt. Es gibt einfach Dinge, die gehören zusammen und bei diesem Album gibt es tatsächlich einen roten Faden, eine Botschaft; auch wenn ich das gar nicht so geplant hatte. Es sollte schließlich kein verdammtes Konzeptalbum werden, kein „White Album“ und kein „Sgt. Pepper“. Naja, aber wer weiß – vielleicht ist es doch auf dem Weg dorthin...“

In der Zwischenzeit reihen sich Tracks, wie „All My Life“, „Have It All“, „Times Like These“, „Low“ und die anderen in die Reihe der großartigen FOO FIGHTERS Hymnen, wie „Learn To Fly“, „Aurora“, „Stacked Actors“, „Everlong“, „Monkey Wrench“, „This Is A Call“ und „I’ll Stick Around“ ein, wenn die Band live spielt, wie zum Beispiel im Sommer 2002 als Headliner beim Reading Festival. Und schon bald geht es weiter mit der Tour in guter alter FOO FIGHTERS Tradition. Mindestens ein Jahr werden sie auf Tour sein, Interviews geben und natürlich spielen, spielen, spielen – wie es sich für eine hart arbeitende und authentische Band gehört.

„Dieses Album ist das Beste, das wir je gemacht haben,“ bekräftigt Grohl. „Es verdient 100%ige Aufmerksamkeit. Wir sind stolz und wir sind glücklich. Ich kann es gar nicht abwarten, mehr Interviews zu geben. Für mich ein komplett neues Gefühl! Ich würde am liebsten den ganzen Tag über dieses Album reden. Früher fand ich Interviews schrecklich. Ich konnte nichts damit anfangen. Ich dachte immer: ‚Hör dir die CD doch verdammt noch mal einfach an und mach dir dein eigenes Bild!‘ Jetzt kann ich es gar nicht abwarten, aller Welt zu erzählen, wie stolz ich auf dieses Album bin!“

Foo Fighters: „One By One“ wird am 21.. Oktober 2002 veröffentlicht.
Aufgenommen von Foo Fighters, Nick Raskulinecz, Adam Kasper, gemischt von Jim Scott.

Dave Grohl (Gitarre / Gesang), Nate Mendel (Bass), Taylor Hawkins (Schlagzeug), Chris Shiflett (Gitarre).

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