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Brooks, Garth

Elvis hat den Rock'n'Roll revolutioniert, die Beatles die Popmusik und Jimi Hendrix den Rock. Garth Brooks darf für sich in Anspruch nehmen, in den letzten zehn Jahren die Countrymusic revolutioniert und auf ein in den USA nicht für möglich gehaltenes kommerzielles Niveau gehoben zu haben.

Mit 100 Millionen verkauften Longplayern ist der Mann mit dem Stetson der erfolgreichste Albumkünstler in der Geschichte der amerikanischen Plattenindustrie. Schon seit geraumer Zeit trägt sich der dreifache Vater ernsthaft mit dem Gedanken, aus dem Rampenlicht zurückzutreten, um mehr Zeit seinen drei Töchtern Taylor (9), August (7) und Allie (5) widmen zu können. Tatsächlich waren die bisherigen Tourneen kraftstrotzende und guinessbuchwürdige Mammutunternehmen. Doch offensichtlich sind auch die Tage, die Garth Brooks im Studio verbringt, gezählt. "Scarecrow", sein insgesamt achtes Soloalbum, soll den Verlautbarungen des Künstlers zufolge sein vorerst letztes sein. Der als Perfektionist bekannte Musiker hat sich im Vorfeld der Aufnahmen gemeinsam mit seinem Stammproduzenten Allen Reynolds angeblich sage und schreibe 10.000 Songs angehört, bevor die endgültige Auswahl getroffen wurde. Seine zwölfjährige Karriere beendet Garth Brooks nun mit einem Dutzend Songs, die sich das Prädikat Country deluxe verdient haben.

Wer das Cover-Artwork von "Scarecrow", der Töchter zuliebe nach der Vogelscheuche aus "The Wizzard of Oz" benannt, genauer studiert, wird Garth Brooks, angelehnt an einem Zaun, in genau jenem Staubmantel entdecken, den er 1989 bereits bei seinem Debütalbum "Garth Brooks" getragen hatte. So verabschiedet sich der Künstler quasi so, wie er seinerzeit die amerikanische Musikszene betreten hatte. Auch wenn sein Erstlingswerk heute mit neun Millionen verkauften Exemplaren zu Buche schlägt, waren es die beiden darauffolgenden Alben, "The Fence" (1990) und "Ropin' The Wind" (1991), die Garth Brooks zum absoluten Superstar machten. Von beiden Bestsellern wurden insgesamt 30 Millionen Exemplare verkauft, womit Country Music endgültig in eine neue Dimension vorgestoßen war. Bereits 1995 auf Hollywoods Walk of Fame verewigt, kann der 39-jährige Megastar aus Oklahoma so ziemlich jeden Preis in mehrfacher Ausfertigung sein eigen nennen, den man in amerikanischen Country-Zirkeln bekommen kann. Darüber hinaus wurde er mit zwei Grammys, 13 American Music Awards, fünf World Music Awards, zehn People's Choice Awards und rekordebrechenden 24 Billboard Music Awards ausgezeichnet.

Die Zahl der von Garth Brooks aufgestellten Rekorde ließe sich noch lange fortsetzen, doch soll hier nur noch ein singuläres Ereignis genannt werden, das die ungeheure Popularität dieses Ausnahmekünstlers versinnbildlicht: Am 7. August 1997 gab Garth Brooks ein Konzert im New Yorker Central Park, das phänomenale 250.000 Fans live erlebten. Im selben Jahr erschien mit "Sevens" auch das bis dato letzte Studioalbum von Garth Brooks, der zwar ein Jahr später noch ein Doppellivealbum veröffentlichte, aber seinen Stetson erst einmal an den Nagel hing. Mit "Scarecrow" legt Garth Brooks nicht nur ein weiteres Zeugnis seiner Klasse ab, es ist nach eigenem Bekunden ein durch und durch ehrliches und vor allem persönliches Album. Der Tod seiner Mutter vor zwei Jahren und eine Scheidung hatten dem sensiblen Musiker in den letzten Jahren arg zugesetzt, und so nutzt Garth Brooks auf seinem neuen Album die Gelegenheit, auch ganz private Dinge zu verarbeiten. "The Storm" thematisiert das emotionale Trauma einer Trennung, "Pushing Up Daisies" ist ein inniger Appell an seinen Vater und "When You Come Back To Me Again" eine nicht minder liebevolle Hommage an seine Mutter. Dabei versinkt "Scarecrow" keinesfalls in Gefühlduselei, was die lebhaft unterhaltsamen Duette mit George Jones ("Beer Run") und Trisha Yearwood ("Squeeze Me In") ebenso eindrucksvoll unter Beweis stellen wie die Popballade "Wrapped Up In You".

Bei einer Pressekonferenz zur Albumveröffentlichung, die Garth Brooks in Nashvilles Country Hall of Fame gab, verkündete er, dass er für "Scarecrow" neue Marketing-Wege einschlagen wird. So drehte der Superstar kürzlich einen Werbespot für Dr. Pepper und der Getränkehersteller wird im Gegenzug das Album sponsern. Von größerer Bedeutung ist allerdings Brooks' Deal mit AOL, der dem Künstler ein Forum bieten soll, mit seinen Fans übers Internet zu kommunizieren, ohne sein Heim in Oklahoma verlassen zu müssen. In Planung sind ein Video-Archiv, Live-Chats sowie ein Programm im Internet-Radiosender Radio@AOL, in dem Brooks seine 100 Lieblingssongs vorstellen will. Doch der Rückzug von der Musikszene scheint beschlossene Sache. Garth Brooks möchte sich in naher Zukunft neben der Familie vor allem dem Schreiben von Drehbüchern widmen, teilte er in einem Billboard-Interview mit. Und über ein mögliches Comeback: "Falls aus irgendeinem Grund noch einmal Musik in Angriff genommen wird, kann ich nur hoffen, willkommen geheißen zu werden wie Michael Jordan. Ehrlich gesagt kann ich mir derzeit allerdings kein weiteres Album vorstellen." 

"SCARECROW" SONGKOMMENTARE

von Melinda Newman (Billboard)

"Why Ain’t I Running": Erinnert an ‚That Summer‘, eine eingängige Melodie, die auch von Bob Seger stammen könntet. Es handelt von einem Einzelgänger, der endlich die richtige Frau findet und sich niederlässt.
 
"Beer Run": Ein knackiges Duett mit George Jones mit hoher Oktanzahl. Der Inhalt: Man muss mal wieder über die County-Grenze fahren, um etwas flüssige Erfrischung zu bekommen.

"Wrapped Up In You": Die Originalversion ist auf ‚The Maple Room‘ des Songwriters Wayne Kirkpatrick. Es ist ein ansteckendes Liedchen mit einem Refrain, der jeden zum mitsingen animiert. Hier herrschen Harmonien wie bei den Beatles, jedoch mit ganz abgespeckter Instrumentierung.

"The Storm": Ein turbulenter, mitreißender und sehr persönlicher Song, den Brooks mitgeschrieben hat. Er handelt von den emotionalen Tiefen, durch die man geht, wenn man sich von seinem Partner trennt.

"Thicker Than Blood": Brooks und Jenn Yates haben acht Jahre lang daran geschrieben. Um eine an James Taylor gemahnende Melodie spannt sich die rührende autobiographische Geschichte von Brooks‘ Eltern und seiner Kindheit und geht dann über in einen allgemeineren Ausblick auf die Rolle der Familie im Leben eines Menschen.

"Big Money": Ein schräger Offbeat-Track über ganz ungewöhnliche Arten, an sehr viel Geld zu kommen. Erstmals auf einer Platte von Marc Chestnutt erschienen. Es erinnert eher an Brooks‘ alte Honkytonk-Zeiten.

"Squeeze Me In": Jaulende Gitarren, klimperndes Klavier; ein freches Duett mit Trisha Yearwood, geschrieben von Delbert McClinton und Garth Nicholson.  Das Stück ist sowohl auf McClintons aktueller Platte als auch auf dem 1995er Album von Lee Roy Parnell vertreten. Eigentlich hatten Brooks und Yearwood eine Ballade aufgenommen, aber dann entschieden sie sich für dieses Stück.

"Mr. Midnight": Eine Klavierballade über einen DJ, der spät nachts seine Show hat und ebenso einsam ist wie seine deprimierten Zuhörer und Anrufer.

"Pushing Up Daisies": Brooks hat dieser Kombination aus zwei Songs von David Walsh noch seine persönliche Note hinzugefügt: Das Midtempostück mit von Fiedeln unterstützten Mollklängen legt schonungslos dar, wie sich Brooks‘ Familie seit dem Tod seiner Mutter verändert hat.

"Rodeo Or Mexico": Ein leichtherziges Stück, das jeden gleich zum mittanzen animiert. Brooks als Co-Autor erzählt hier von einem Cowboy, der im falschen Bett aufwacht – auf der südlichen Seite der Grenze.

"Don’t Cross The River": Ein Bluegrass-Remake von dem Song, der original bereits auf dem 1972er Album Homecoming von America vertreten ist. Inspiriert wurde Brooks durch die Bluegrass-Version von Doyle Lawson & Quicksilver, die er bereits als Teenager hörte. Am Dobro ist der Studiomusiker Jerry Douglas aus Nashville, dessen erste Aufnahme übrigens dieser Song in der Version von Lawson war. Ein weiterer Höhepunkt ist Bela Flecks faszinierendes Banjospiel.

"When You Come Back To Me Again": Dieser Song war eigentlich für den Film Frequency aus dem letzten Jahr geschrieben worden und wurde für einen Golden Globe nominiert. Die liebevolle Ballade, die zum Teil von Brooks‘ Mutter handelt, beschließt das Album. Und jeder Fan von Garth Brooks weiß, was das bedeutet: Dies ist sein Lieblingssong.

copyright 2001 by EMI Electrola GmbH & Co KG (www.emimusic.de) 


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