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Guano Apes

Tatort Dänemark. Eine Band zieht sich in die Idylle eines dänischen Landhauses zurück, um Songs für ihr neues Album zu komponieren. Die Rede ist von den GUANO APES, einer der erfolgreichsten Rockbands der letzten Jahre in Europa.

 

Die Stille und Abgeschiedenheit Dänemarks wirkt wahre Wunder auf die Kreativität der Band. Henning Rümenapp, Apes-Gitarrist, erklärt, warum diese selbstauferlegte Isolation dringend nötig war: „Nach den extensiven Touren der letzten 18 Monate waren wir alle doch einigermaßen ausgebrannt. Es gab so etwas wie eine kreative Blockade in unseren Köpfen, der wir uns stellen mußten.“ Aber – wie sollte es bei einer solchen Ausnahmeband anders sein –  platzte irgendwann der Knoten. Und zwar noch in Dänemark, wie Henning sich erinnert: „Wir jammten plötzlich wieder wie in alten Zeiten, ergänzten uns dabei hervorragend, und schon nach wenigen Tagen  hatten wir einige wirklich gute Songs,

die nun das Grundgerüst für das neue Album bilden.“

 

Aber drehen wir das Rad der Geschichte zurück: 1998 räumten die GUANO APES so ziemlich alles ab, was es an Preisen zu erreichen gab. Ob Comet, Echo, Nominierungen für den MTV-Award, keine Preisverleihung fand ohne die Band aus Göttingen statt. Mit den Singles OPEN YOUR EYES und LORDS OF THE BOARDS und dem dazugehörigen Hammeralbum PROUD LIKE A GOD verkauften die sympathischen Affen bis heute fast 2.000.000 Tonträger weltweit, was dem Album den offiziellen Titel „bestverkauftes englischsprachiges Debütalbum einer deutschen Rockband, das es jemals gegeben hat“ einbrachte. Mittlerweile kennt Sandra Nasic, Henning Rümenapp, Dennis Poschwatta und Stefan Ude fast jeder Musikbegeisterte in der Welt...und die Apes kennen mittlerweile ihrerseits fast den gesamten Globus. Die Live-Qualitäten der Band gingen nämlich nicht nur mit ihren immensen Plattenverkäufen einher, nein, sie wußten diese sogar noch zu toppen. Bis in die entlegensten Ecken Europas verschlug es die Vier. In Polen gab es nach einem phänomenalen Konzert bei einer Autogrammstunde sogar einen derartigen Massenauflauf, „...daß wir uns für einen Moment tatsächlich wie Popstars fühlten.“

 

Natürlich war Polen aber nicht das einzige Land, wo den Apes blanker Enthusiasmus entgegen schlug: „Es ist natürlich immer schwierig, ein spezielles Konzert herauszupicken, aber ich kann mich wirklich noch gut daran erinnern, als wir in Portugal in einem Amphitheater gespielt haben. Wir betraten die Bühne, vor der circa 10.000 Leute erwartungsfroh ausharrten. Schon beim ersten Akkord rasteten die Kids so aus, daß vor

der Bühne plötzlich ein Riesenloch klaffte. Ich habe noch nie so viele Leute auf einmal

pogen gesehen. Und so ging das während des gesamten Gigs. Ich weiß nicht, wer am

Ende kaputter war: die oder wir!“

 

Europa war den Apes nicht genug. Seit Oktober 1999 gibt es das Debüt PROUD LIKE A GOD auch in den USA zu kaufen. Wer den US-Markt kennt, weiß, daß es deutsche Bands nicht immer leicht hatten, dort Fuß zu fassen. Da sich Qualität letzten Endes aber gerechterweise doch hin und wieder durchsetzt, ist es nicht weiter verwunderlich, daß auch die Amerikaner die GUANO APES ins Herz geschlossen haben. Platz 4 in den Alternative-Charts für „Open Your Eyes“, sechsstellige Verkaufszahlen für PROUD LIKE A GOD oder eine Tour mit den amerikanischen Millionensellern CREED und SEVENDUST auf dem Zettel schlagen hier zu Buche. Die Zeichen für die GUANO APES stehen nicht nur gut, sondern klar auf Sturm.

 

Den Wind gesät haben sie bereits auf ihrer achtwöchigen US-Tour mit P.O.D., die manchmal recht obskure Ausmaße annahm: „Die Amis sind manchmal halt etwas merkwürdig drauf“, weiß Henning zu berichten, „teilweise mußten die Gigs schon um 20:00 Uhr beendet sein, weil danach noch irgendein Tanztee angesagt war. Das Härteste erlebten wir allerdings in Pittsburgh, wo sich ein weiblicher Roadie damit brüstete, der deutschen Sprache mächtig zu sein. Als wir sie dann aufforderten, uns doch mal eine Kostprobe ihres Könnens zu geben, sagte sie den Satz: ‚Deine Mutter ist eine Straßenfrau!‘ In dem Moment wußten wir nicht, wo wir vor lauter Peinlichkeit zuerst hinschauen sollten...!“

 

Aber zurück zur Gegenwart: Im Mai erscheint das neue Album der GUANO APES. Es wird DON´T GIVE ME NAMES heißen und diesem Titel alle Ehre machen, denn das Einzige, was die Apes sich dafür einhandeln werden, ist noch mehr Popularität. DON`T GIVE ME NAMES steht hier gegen Schubladen, Kategorien oder allzu enge musikalische Grenzen. Dies stellt das Album in seiner Vielschichtigkeit eindrucksvoll unter Beweis.

 

Wie auch schon beim Vorgängeralbum nimmt DON`T GIVE ME NAMES direkten Bezug auf das Albumcover, auf dem ein kribbeliges Insekt zu sehen ist, den Albumtitel förmlich auf den Lippen. DON`T GIVE ME NAMES ist darüber hinaus als Textzeile in dem Song „Living In A Lie“ verewigt, was als klitzekleine Parallele zu PROUD LIKE A GOD anzumerken gestattet ist. Ansonsten trifft die abgeschmackte Formulierung, daß eine Band einen erstaunlichen Reifeprozeß vollzogen habe, bei den Apes unbedingt zu, wobei man die Vokabel ‚erstaunlich‘ getrost streichen kann. Wer die vier Musiker nämlich kennt, weiß, mit welcher Besessenheit und Perfektion sie sich um das Songwriting und die Produktion kümmern.

Daß sie dabei nicht verkrampften, ist einmal mehr der Klasse der einzelnen Bandmitglieder, sicherlich aber auch dem altbewährten Team Wolfgang Stach und Ronald Prent zu verdanken, das schon beim Debutalbum wußte, wie es die Fähigkeiten der einzelnen Musiker ins beste Licht setzen kann. Neu zum kreativen Team stieß Co-Produzent Fabio Trentini, der mit der Band schon seit Kindesbeinen an immer wieder während der Demophasen im Proberaum arbeitete und diesmal auch bei der Produktion seine Stärken

mit einbringen konnte.

 

DON`T GIVE ME NAMES ist ein schon fast beängstigend facettenreiches Stück Musikgeschichte geworden, unprätentiös, aber doch ungemein effektvoll und schlicht pure Energie. Gleich der Opener „Innocent Greed“, der ja auch schon bei vielen Live-Gigs der Band zum Highlight wurde, besticht durch ein Riff, das sich ins Fleisch brennt, einen Groove, der sich des gesamten Körpers bemächtigt, und zu guter Letzt einer Gesangslinie, die Sandra Nasic in die Riege der wirklich großen Rock-Sängerinnen aufsteigen läßt. „No Speech“ könnte der Ohrwurm der nächsten Monate werden, und mit „Heaven“ legt die Band eine Mid-Tempo-Ballade hin, die einem nur noch die Gänsehaut den Rücken `runterlaufen läßt. „No Fillers, Just Killers“, so könnte der Alternativtitel dieses großartigen Albums lauten, und eins steht jetzt bereits fest: die Welt wird nicht aufhören, die GUANO APES heiß und innig zu lieben!!!

 

(Thomas Matiszik)

copyright BMG (www.bmg.de) 



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