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Franklin, Aretha

„Die Königin des Soul“, so ein Redakteur des US-Rolling Stone über Aretha und ihr neues Album, „war niemals besser in Form. Die Songs sind frisch, die Hooks verführerisch und das Album steckt von vorne bis hinten voller geglückter Überraschungen.“ Ehre, wem Ehre gebührt, denn Aretha Franklin  (geb. am 25.März 1942 in Memphis/TN), zählt ohne Frage zu den gefeierten Künstlern unseres Jahrhunderts. Arethas unverwechselbare, leidenschaftliche Stimme, ihre unbändige Energie, ihre Musikalität und vor allem ihr sicheres Händchen für stimmige Songs und zeitgemäße Produktion machen sie zum Unikum in der Musikszene. Und das bereits seit 42 Jahren, seit Aretha mit 14 Jahren ihre erste Platte herausbrachte.

Schon früh erkannte Reverend C.L.Franklin, der berühmteste Gospelpriester der 50er (seine Kirche in Detroit hatte 4.500 Mitglieder, er verlangte bis zu 4000 $ pro Predigt), das unglaubliche Talent seiner Tochter. Bereits damals prägte Papa Franklin den Begriff der „Million Dollar Voice“. Obwohl er Aretha dazu ermunterte, Klavierstunden zu nehmen, näherte sie sich dem Instrument lieber als Autodidaktin. Ihre Stimme hingegen wurde von Freundinnen der Familie trainiert, z.B. von Mahalia Jackson, den Ward Sisters, Frances Steadman und Marion Williams. Diese göttergleichen Gospellehrerinnen hätten sogar eine Kreissäge an die Spitze der Charts gebracht und so verwundert es nicht weiter, daß Arethas erste LP „The Gospel Sound Of Aretha Franklin“ (1956), live aufgenommen in Papas Kirche, einigen Erfolg vorweisen konnte.

Doch Aretha beendete erst einmal die Schule und trainierte weiterhin ihre Stimme, bevor sie über ihre Karriere nachdachte. Sie schnürte erst mit 18 ihr Ränzel, um ihre Familie in Detroit zu verlassen und nach New York zu gehen. Dort lernte sie John Hammond, A & R-Mann von Columbia kennen. Dieser überredete sie nicht nur dazu, ihren Stil zu ändern - weniger Gospels und mehr weltliche Songs - sondern er nahm sie auch gleich für die nächsten fünf Jahre unter Vertrag. Das erste Album bei Columbia , „The Great Aretha Franklin“ (1960, Aretha war gerade 18 Jahre alt), bot eine Mischung aus R & B, Jazz und Standards.

1967 gilt als das Jahr des Durchbruchs zum Superstar. Detroit erklärte den 24. Februar zum „Aretha Franklin Day“, kurze Zeit später erntete sie mit ihrem zehnten Album „I Never Loved A Man“, inzwischen war sie zu Atlantic gewechselt, zum ersten Mal Gold. Im Juli 1967 landete sie mit „Respekt“ auf der Nummer eins der US-Charts und enterte die britischen Top Ten. Ein Hit löste nun den nächsten ab, und das Billboard Magazin kürte „Lady Soul“, so lautete inzwischen ihr offizieller Spitzname, zur Sängerin des Jahres.

Ein nicht enden wollender Reigen von Hits, Gold- und Platinauszeichnungen und Awards zog sich von nun an durch Arethas Leben in den 60ern und 70ern. Arethas Song galten als klassisch und trotzdem immer zeitgemäß. 1980, als sich die letzten der „alten“ Soulstars endgültig in den Ruhestand begaben, erfand sich Aretha zum wiederholten Male neu: Sie begeisterte ein völlig neues Publikum, Teenies, die vorher noch nie ihren Namen gehört hatten, als Kellnerin in dem Film „Blues Brothers“ mit dem Song „Think“. In diesem Jahr wechselte sie auch zu Arista Records, „Aretha“ wird ihr Arista-Debut. Aber Miss Franklin ruhte sich auch während der 80er nicht auf ihren Lorbeeren aus, brachte mehrere Alben heraus und sang mit Stars wie George Michael, Annie Lennox oder Elton John Duette ein.

Selbst in den 90ern gönnte sich Aretha keine Pause. Sie erschien mit „A Deeper Love“ (1994) auf dem Filmsoundtrack zu „Sister Act“, promotete später im Jahr ihre Best Of-CD und steuerte für den mit siebenfachem Platin ausgezeichneten Soundtrack von „Waiting To Exhale“ den Songs „It Hurts Like Hell“ bei.  Wieder begeisterte Aretha eine völlig neue Generation, ihre Stimme scheint kompatibel zu allen Trends und Altersklassen. Inzwischen sammelten sich in Arethas Haus 15 Grammy Awards, der 1991 Grammy, den sie als „lebende Legende“ verliehen bekam, der 1994er Grammy für „Lifetime Achievement“. Außerdem war Aretha der erste weibliche Star, der jemals in die „Rock & Roll Hall Of Fame“ aufgenommen wurde. An sich die rechte Zeit, um sich zurückzulehnen, aber nicht für Aretha Franklin!  Obwohl sie letzes Jahr an ihrem nun erscheinenden Album, das erste seit sechs Jahren mit völlig neuem Material, arbeitete, strebte sie wieder zum Film: In dem Streifen „Blues Brothers 2000“ spielt sie eine kleine aber stimmgewaltige Rolle.  

Nun also steht Lady Soul mit der LP „A Rose Is Still A Rose“ am Start. Bereits die Liste der Songwriter und Produzenten läßt ahnen, daß sich Aretha wieder ein völlig neues Publikum erschließen wird, vermutlich die Enkelgeneration ihrer ursprünglichen Fans. Sean „Puffy“ Combs (Notorious B.I.G) arbeitete mit Lady Soul im Studio, ebenso Laury Hill von den Fugees, Daryl Simmons (Toni Braxton), Jermaine Dupri (TLC), Dallas Austin (Madonna, Boyz II Men), Michael Powell (Anita Baker) und Michael Narada Walden (Whitney Houston). Das Ergebnis wandelt - wie so oft bei Aretha - auf dem Pfad zwischen klassischem Soul und angesagtem Pop. Die traumhaften, kraftvollen Songs, die Intensität ihrer Stimme, die Glaubwürdigkeit ihrer Texte und die Weisheit und Authentizität, die Superstar Aretha ausstrahlt, wird auch dieses Album in die höchsten Sphären der Hitlisten katapultieren.

Die Aretha, die uns während der Aufnahmesession im Vanguard Studio in Detroit begegnet, wirkt nicht, wie ein international gefeierter Star. Vor uns steht eine          Frau in Jogginganzug, Baseballmütze und Turnschuhen, die noch einige Verbesserungsarbeiten an dem Song „Never Leave You Again“ vorhat. „Mein Arbeitsdress“, lächelt sie, „ich muß auch noch singen.“ Und das tut sie, aber wie! Die Leichtigkeit, mit der ihre Stimme Puffy Combs smoothen Song nimmt, zeugt von ihrer unglaublichen Professionalität, mit der sie ihr Instrument „Stimme“ beherrscht. Bevor sie noch einige Scats im Break einfügen möchte, erläutert sie uns, was sie von ihrer Art zu Scatten hält: „Es gibt andere, die das besser können als ich.“
Lüge! Minuten später überrascht uns Lady Soul als Lady Jazz, ihre Scats können sich mit denen von Ella durchaus messen. „Ich mag auch den Text von ‘Never Leave You Again’“, erklärt sie uns in einer anderen Pause. „Ich mag die Idee, daß eine Frau Dinge zu einem Mann sagt, die sonst nur Männer zu Frauen sagen. Das ist ganz neu für mich! Wenn ich ein Lied singen soll, dann muß mir der Text etwas sagen. Und ich muß natürlich den Groove fühlen. Deswegen bin ich so begeistert von dem Album, die Texte sind tiefsinnig und die Grooves bringen die Luft zum Brennen!“ Stimmt.

Bereits der Titeltrack, „A Rose Is Still A Rose“ demonstriert Arethas Worte: Der dancfloortaugliche Song im relaxten HipHop-Beat mit spritzigen Overdubs zeigt eine ganz neue Seite von Aretha: „Lauryn Hill hat es für mich komponiert“, erinnert sich Lady Soul, „Und es war Liebe auf den ersten Takt. Lauryn erinnert mich an mich selbst, wie ich im Studio bin, ruhig und konzentriert. Wir passen gut zusammen. Ich mag auch die Rolle, die ich in diesem Song einnehme, ich mag es, einer Frauen einen Rat zu geben. Ein positiver, schwesterlicher Song: ‘You´ve got the power. Don´t be misused. You´re in control. Go on, girl!’“

„Ich finde zeitgemäße Sounds und Texte einfach interessant. Nimm beispielsweise den Song ‘I´ll Dip’, ein freches Stück, sehr hip,  von Dallas Austin. Es geht um eine Frau, die völlig unabhängig von Männern ist. Wenn ihr was nicht paßt, rennt sie dem Mann in einer Sekunde davon. Sie ist sehr stark. Dann wieder gibt  es Zeiten, in denen man sich nicht so selbstsicher fühlt. Das ist die Wahrheit, die ich bei ‘In The Morning’  spüre. Es stammt von Daryl Simmons. Eine Frau stellt sich die Frage, ob ihr Liebhaber sie am Morgen verläßt. Um sich so eine Frage zu stellen, braucht man eine traurige Ballade. Und ‘In The Morning’ ist eine wunderschöne Ballade!“ Von Simmons stammt auch der Track „N Case U 4Got“, eine ausgelassene Midtemponummer, bei der Aretha ein sehr bestimmtes Auftreten zeigt: „Wieder geht es um eine Frau. Wie alle Frauen möchte sie, daß sich ihr Mann daran erinnert, daß sie auch für ihn da war, als er gar nichts besaß. Sie war sein Anker und nun möchte sie gefälligst Respekt von ihm!“

Respekt ist eines der Schlagworte, die sich durch Arethas gesamtes Leben zieht. Persönlicher und beruflicher Respekt. „Respekt ist der Grundstein für jede Art von Beziehung. Nimm ‘Every Little Bit Hurts’, das hat auch Jermaine Dupri gemacht. Dort singe ich darüber, wie selbst höchste Intimität auf Respekt basiert. Man versteht sich nur, wenn man sich respektiert.“

Aber dieser Song ist nicht der wahre Herzensbrecher. Den liefert Aretha sicherlich mit „How Many Times“, eine herzzerreißende Ballade, die als einer der klassischen Liebeslieder dieses Jahrzehnts überleben könnte. In dem Song von Arethas langjährigem Wegbegleiter Michael Narada Walden geht es um einen Schlußpunkt: „Ich erzähle meinem Mann ‘Wann wachst du auf und riechst den Kaffee? Ich war so lange für dich da, ich bin  mit dir durch dick und dünn gegangen, aber du hast deine Scheuklappen an. Du siehst den Wald vor lauter Bäumen nicht. Du siehst einfach die Wahrheit nicht. Und die ist, daß jede Frau einen Punkt hat, an dem es genug ist!“


Narada ist auch mitverantwortlich für „Watch My Back“, „Der Texter ist eine Entdeckung von mir, ein junges Talent aus Detroit, Mr. Norman West. Er konzipierte dieses Lied bewußt für eine Frau. Außerdem ist es ein funky Track, sehr tanzbar!“  Michael Powell aus Detroit produzierte „Love Pang“ - „diesen Song habe ich mitgebracht, er stammt von Myra Waters, eine Freundin seit uralten Zeiten. Der Sound und das Lebensgefühl sprechen die heutige Sprache. Eine fast unheimliche Ballade, die die tiefsten Gefühle einer verliebten Frau preisgibt.“ „The Woman“ schließlich stammt von Aretha selbst und demonstriert sie nicht nur als „One Million Dollar Voice“, sondern auch als begabte Schreiberin. Wie sagte ein amerikanischer Jounalist so schön:

A ROSE IS STILL A ROSE
ARETHA IS STILL ARETHA
AND WE COULDN´T BE HAPPIER

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