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Branduardi, Angelo

Nur wenige Canzonieri sind auch außerhalb Italiens so populär wie Angelo Branduardi. Seit der Sänger, Komponist, Gitarrist und klassisch ausgebildete Geiger 1974 sein schlicht „Angelo Branduardi“ betiteltes Debüt veröffentlichte, ist er ein Garant für ebenso feinfühlige wie anspruchsvolle Popmusik.

Der 1950 in Cuggione, einem kleinen Dorf in der Nähe von Mailand geborene Ausnahmemusiker wird aber nicht nur wegen seiner hochemotionalen, Kulturen, Stile und Epochen verschmelzenden Musik von Kritikern und Publikum verehrt, sondern auch wegen seiner tiefen Passion für Romantik und Poesie. Neben eigenen lyrischen Songtexten adaptierte er im Laufe seiner drei Dekaden umspannenden Karriere auch immer wieder Texte seiner favorisierten Dichter, vom russischen Poeten Esenin bis zum irischen Dichter William Butler Yeats, dem er 1984 ein ganzes Album widmete: „Branduardi canta Yeats“. Seit damals zeichnet seine Frau Luisa Zappa Branduardi für die einfühlsame Übertragung der Texte ins Italienische verantwortlich. Zuletzt erschien das Konzeptalbum „L’infinitamente piccolo“ (2000), eine ambitionierte Vertonung der geistlichen Dichtung des Heiligen Franz von Assisi (1181-1226), dem Gründer des Franziskanerordens.

Von der reinen Kraft der Poesie ist auch Branduardis 18. Studioalbum „Altro ed altrove“ („Anders und woanders“) durchdrungen, das sich ausschließlich mit dem Mysterium der Liebe beschäftigt. Auf den Spuren der Liebe in der Poesie der Völker durchschreitet der Sänger Raum und Zeit und adaptiert Liebeserklärungen für seine Musik wie sie unähnlicher kaum sein können. Seine Reise führt von Nepal („Laila Laila“) bis ins Irland der Kelten („Donna di luce“), von den Qualen des römischen Elegikers Catull („Ille mi par esse deo… Un dio mi para“) bis zur Grandezza Shakespeares („Giovane per sempre“), von den Oden der Indianer („Notturno indiano“) bis zur tiefen Spiritualität eines paschtunischen Mystikers des 16. Jahrhunderts, der die unbesonnene Liebe eines Nachtfalters für eine Flamme schildert („La candela e la falena“).

Trotz aller Unterschiede zwischen der zarten Süße einer chinesischen Ballade, der Sinnlichkeit arabischer Verse und der formalen Strenge japanischer Lyrik, zwischen dem Ton  der afrikanischen Kabilen, der wilden Dringlichkeit libyscher Poesie und 1000 Jahre alter persischer Dichtkunst, sind doch alle Texte vereint im universalen Gefühl der Liebe. Darum geht es Angelo Branduardi bei „Altro ed altrovo“. Was zunächst wie ein willkürlich zusammengestellter Liederzyklus erscheint, ist wie bei allen Alben Branduardis alles andere als zufällig. Diese 14 Lieder zeigen deutlich, dass überall und jederzeit auf dieser Welt die Menschen mit derselben Leidenschaft für etwas oder jemanden entbrennen können.

Wie nicht anders von Angelo Branduardi gewohnt, hat er auch auf „Altro ed altrove“ zur sinnlichen Poesie der Worte entsprechende musikalische Poesien geschaffen, zusammengetragen aus den verschiedensten Ingredienzien, die Pop, Klassik, Folk und die breit gefächerte Musik des Mittelmeerraumes zu bieten haben. Zarte Melodien mit dem Charme von Kinderliedern („La ballata del Fiume Blu“), zeitlos schöne Balladen („La Signora dai capelli neri ed il Cacciatore“) und cineastische Klangelegien („Lo Straniero“) finden sich hier ebenso wie ein von Klavier und Akkordeon getragener langsamer Tanz im Stil von Branduardis Klassiker „Pulce d’Acqua“ („Se Dio vorrà“). Dazu kommen keltische Folklore, ein Bolero, Motive aus einem Renaissance-Tanz und viel italienischer Belcanto.

Anders als bei den zuletzt veröffentlichten Studioalben war an der Produktion von „Altro ed altrove“ nur ein kleines Team beteiligt. Alle Instrumente hat Angelo Branduardi zusammen mit Carlo Gargioni eingespielt. Bei den Arrangements wurden sie von Gianfranco Lombardi unterstützt. Als Gastsängerinnen sind die Sopranistin Cecilia Gasdi auf „L’ambasciata a Shiragi“ und Maddalena Branduardi auf „Ille mi par esse deo… Un dio mi para“ zu hören. Die gelungenen Illustrationen zu den Texten stammen von Silvio Monti.

Indes, was die Qualität seiner Kunst betrifft, ist sich der italienische Superstar treu geblieben. Wie die Vorgänger ist auch „Altro ed altrove“ einmal mehr ein sinnlich-poetisches Dokument musikalischer Streicheleinheiten, wie sie nur ein Angelo Branduardi kreieren kann. Im September 2003 dann auch wieder auf deutschen Bühnen.

copyright 2001 by EMI Electrola GmbH & Co KG (www.emimusic.de) 


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